Koblenz, 02.09.2017, von Arnulf Czerwinski

Bombenentschärfung

THW unterstützt bei Evakuierung

Die Führungskräfte des THW werden in die Lage eingewiesen.

Die Führungskräfte des THW werden in die Lage eingewiesen.

Für die Entschärfung einer Bombe aus dem zweiten Weltkrieg mussten große Teile von Koblenz evakuiert werden. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte die örtlichen Einsatzkräfte hierbei.

Am Anfang der Woche war bei Bauarbeiten eine 500 kg schwere amerikanische Fliegerbombe auf der Karthause freigelegt worden. Für die Räumung der Bombe war durch das Ordnungsamt ein Sicherheitsbereich eingerichtet worden. Er betraf mehr als 20.000 Anwohner. Weiterhin waren hiervon zwei Altenheime, ein Krankenhaus sowie die Justizvollzugsanstalt betroffen.

Mehr als 800 Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdient und THW waren bei der Evakuierung im Einsatz. Mit Lautsprecherwagen wurden die Anwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Rettungswagen transportierten geheingeschränkte und bettlägerige Personen in umliegende Einrichtungen. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW nahmen ihre Bereitstellungsräume ein. Als Vorsichtsmaßnahme stand der Technische Zug mit der Fachgruppe Räumen des THW Koblenz in Bereitschaft.

Bei der Kontrolle des Evakuierungsbereiches vor der Entschärfung trafen die 80 Fußtrupps viele Bewohner an, die sich weigerten ihre Wohnung zu verlassen. Insgesamt mussten 28 Wohnungen geöffnet werden. Bei den Bewohnern zweier Wohnungen schritt das Ordnungsamt ein. Auf Grund dieser Verzögerungen konnte erst um 15:25 Uhr mit der Entschärfung begonnen werden. Bereits eine Stunde später meldete der Kampfmittelräumdienst die erfolgreiche Entschärfung der Bombe.

Für den Stadtbereich Koblenz sind Bombenfunde und -entschärfungen keine Seltenheit. Daher konnte sich über die Jahre und vielen Einsätze hinweg ein eingespieltes System entwickeln. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Koblenz und dem THW ist eng. Dabei übernehmen die THW-Kräfte eine Vielzahl von Schnittstellenaufgaben, insbesondere im Bereich Führung. Neben der Unterstützung der Technischen Einsatzleitung führten THW-Kräfte mehrere Bereitstellungsräume. Bei der Evakuierung waren 80 THW-Helferinnen und -Helfer aus Ahrweiler, Andernach, Koblenz, Lahnstein, Mayen, Montabaur, Landau, Neuwied, Sinzig und Westerburg vor Ort. 


  • Die Führungskräfte des THW werden in die Lage eingewiesen.

  • Die Führungskräfte des THW werden in die Lage eingewiesen.

  • Ein THW-Helfer weist ein Fahrzeug der Feuerwehr Koblenz in den Bereitstellungsraum ein.

  • Ein THW-Helfer weist ein Fahrzeug der Feuerwehr Koblenz in den Bereitstellungsraum ein.

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