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Mayday unter Atemschutz

THW-Atemschutzgeräteträger trainieren Einsatzsituationen
Ein Atemschutzträger rettet eine andere Einsatzkraft aus einer Gefahrenlage.

Ein Atemschutzträger rettet eine andere Einsatzkraft aus einer Gefahrenlage.

Zum Jahresauftakt kamen Atemschutzgeräteträger (AGT) der Ortsverbände Koblenz, Bendorf, Mayen, Neuwied und Ahrweiler im Bereich der Regionalstelle Koblenz des Technischen Hilfswerks (THW) zu einer gemeinsamen Ausbildung in Ahrweiler zusammen. „Nur wer auch in unübersichtlichen und stressigen Lagen die Ruhe bewahren kann, ist gut für einen Notfall gerüstet“, fasste eine der anwesenden Führungskräfte das Ziel dieser Ausbildung zusammen.

Insgesamt nahmen 20 Einsatzkräfte an dem sogenannten Notfalltraining teil, das vom Bereichsausbilder für Atemschutz, Moritz Poser, geleitet wurde. Ziel der Veranstaltung war es, das richtige Verhalten in kritischen Situationen unter Atemschutz zu trainieren und die Zusammenarbeit zwischen den Ortsverbänden zu stärken. 

Zu Beginn stand eine kurze Theorie- und Wiederholungseinheit auf dem Programm, um alle Teilnehmenden auf den gleichen Wissensstand zu bringen. In der theoretischen Einführung wurden unter anderem der Ablauf eines Notrufs mit dem international gebräuchlichen Stichwort „Mayday” sowie der wichtige Unterschied zwischen Angst und Panik in Zwangslagen erläutert. 

Im praktischen Teil trainierten die Einsatzkräfte die Rettung verunfallter Atemschutzgeräteträger. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit der Bandschlinge, mit deren Hilfe eine schnelle Sofortrettung eingeleitet werden kann. Ergänzt wurde das Training durch das Wechseln von Lungenautomaten und Atemschutzmasken unter verschiedenen Sichtverhältnissen. Zum Abschluss mussten die Teilnehmenden einen Parcours durchlaufen, in dem sie ihr erlerntes Wissen anwenden konnten. Dabei war in einer unangekündigten Notfallsituation das Absetzen eines „Mayday“-Rufs gefordert.

Atemschutzgeräteträger werden im THW immer dann eingesetzt, wenn gefährliche Atemgifte einen Einsatz ohne Schutz unmöglich machen, beispielsweise bei Bränden oder in tiefen Gruben. Mit einer Pressluftflasche auf dem Rücken werden sie mit sauberer Atemluft versorgt. Da die Arbeit unter Atemschutz körperlich sehr anspruchsvoll ist, werden die THW-Einsatzkräfte regelmäßig medizinisch untersucht, um ihre Einsatzfähigkeit sicherzustellen.


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